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08.10.2018

Energieverbrauch privater Haushalte steigt weiter

Der Energieverbrauch privater Haushalte steigt weiter an. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, kletterte der private Energiebedarf für Raumwärme, Warmwasser, Beleuchtung oder Elektrogeräte im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 679 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Damit ist der Energieverbrauch der Privathaushalte in Deutschland im dritten Jahr in Folge angestiegen, nachdem er zwischen 2000 und 2014 deutlich zurückgegangen war. Mit mehr als 70 Prozent wird der größte Teil der Haushaltsenergie für Raumwärme genutzt.
Den kräftigsten Anstieg gab es beim Gasverbrauch, der gegenüber 2016 um 5,7 Prozent auf 281 Milliarden kWh zunahm. Dagegen sank die Nutzung von Mineralöl um 3,6 Prozent. Erstmals verzeichnete das Statistische Bundesamt auch bei erneuerbaren Energie einen leichten Rückgang um 1,3 Prozent. Hier zeigt sich allerdings ein differenziertes Bild: Während die Nutzung von Biomasse (hauptsächlich Holz und Pellets) um 3,5 Prozent abnahm, legten Umweltwärme (z.B. Geothermie) und Solarenergie um stattliche 7,1 Prozent zu. Inzwischen machen erneuerbare Energien 13 Prozent des gesamten Haushalts-Energieverbrauchs aus.
Nach Aussage des Statistischen Bundesamts ist der private Heizenergieverbrauch seit 2010 um insgesamt 2,1 Prozent gestiegen. Zwar sank der Verbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche (Energieintensität) in diesem Zeitraum leicht, doch dieser Effekt wird konterkariert durch eine Bevölkerungszunahme um drei Prozent. Mit der Bevölkerungszahl stieg zum einen der Energieverbrauch, und zum anderen wuchs der Anteil von Ein- und Zwei-Personen-Haushalten, die im Vergleich zu Mehrpersonen-Wohnungen einen höheren Energiebedarf pro Kopf haben.