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05.11.2018

dena: Hohes Energieeffizienz-Potenzial bei Nichtwohngebäuden

Nichtwohngebäude sind insgesamt für ein Drittel des Gebäudeenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur (dena) hin. Allerdings gebe es DAS typische Nichtwohngebäude nicht. „So verschieden die Ausgangssituationen und Hemmnisse der untersuchten Branchen sind, so unterschiedlich agieren sie in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Beim Handel passiert schon recht viel, auch Hotels und Kommunen sehen immer mehr die Notwendigkeit, in Energieeffizienz zu investieren. Bei Büroimmobilien hingegen ist noch sehr viel Luft nach oben.“ So fasst Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, die vier Analysen zusammen, die die dena zu Handels-, Büro-, und Hotelimmobilien sowie kommunalen Gebäuden erstellt hat.
Wie die dena beobachtet hat, investieren die Betriebe in den einzelnen Branchen vor allem in schnell amortisierende Maßnahmen, etwa im Bereich Beleuchtung oder Kältetechnik. Dagegen seien weitere Ansätze zur Reduzierung des Energiebedarfs von Nichtwohngebäuden nur vereinzelt festzustellen. „Vor dem Hintergrund des Ziels eines klimaneutralen Gebäudebestands besteht hier noch deutlicher Nachholbedarf“, betont die dena.
Hemmnisse sehen die dena-Experten zum Beispiel in dem Problem, dass Fördermittel vor allem im Neubau genutzt würden – auch weil der Förderaufwand für Einzelmaßnahmen im Bestand oft als zu aufwändig bewertet werde. Die dena appelliert daher an Politik und Branchenvertreter, in einen engeren Dialog zu treten, um Hemmnisse abzubauen und marktfähige, branchenspezifische Lösungen zu entwickeln.