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27.08.2021

Mehr Tempo bei der Energiewende gefordert

Nach dem Corona-bedingten Rückgang im letzten Jahr wird der Ausstoß an Treibhausgasen in Deutschland nach Berechnungen von Agora Energiewende in diesem Jahr um rund 47 Millionen Tonnen gegenüber 2020 steigen. Das wäre der größte Anstieg seit 1990. Darauf weist der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) hin. „Im Corona-Jahr 2020 wurde uns noch politisch verkauft, dass Deutschland sein Klimaziel – eine Treibhausgasminderung um 40 Prozent gegenüber 1990 – erreicht, heute ist aber klar, dass dieser vermeintliche Erfolg vor allem auf dem Produktions- und Reiserückgang in der Krise beruhte. Damit holen uns Klimaschutz-Versäumnisse der letzten Jahre wieder ein und verursachen eine Emissionssteigerung, die sogar über der der Wirtschaftskrise 2009/2010 liegt. Das ist ein klimapolitisches Desaster“, kritisiert die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE), Dr. Simone Peter.
„Sollen die Ziele des neuen Klimaschutzgesetzes erreicht werden, braucht es jetzt endlich wieder Tempo bei der Energiewende“, mahnt Peter. Von der künftigen Bundesregierung fordert der BEE, in den ersten 100 Tagen ein Erneuerbares-Beschleunigungspaket auf den Weg zu bringen. Dieses solle Hürden und Hemmnisse in Gesetzen sowie bei Flächen- und Genehmigungsbereitstellung beseitigen, den Energiemarkt nach den Bedürfnissen der Erneuerbaren ausrichten und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Energiewende wieder deutlich erhöhen.