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12.08.2019

GdW: Dringender Handlungsbedarf im sozialen Wohnungsbau

In Deutschland besteht „dringender Handlungsbedarf“ im sozialen Wohnungsbau. Darauf weist der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hin. Bundesweit gebe es immer weniger Sozialwohnungen. Laut GdW ist die Zahl der Wohnungen mit Preisbindung von 2002 bis 2018 von 2,6 Millionen auf nur noch rund 1,18 Mio. Wohnungen gesunken. Der Verband verweist auf Berechnungen der Förderstellen der Länder, wonach von 2017 bis 2020 jedes Jahr rund 43.000 Mietwohnungen aus der sozialen Bindung fallen.
Um diesen Trend zu stoppen, reiche die bisherige Bautätigkeit im geförderten Wohnungsbau bei Weitem nicht aus, mahnt der GdW. Insgesamt seien in ganz Deutschland 2018 rund 27.040 neue Sozialwohnungen gebaut worden. „Die Zahl ist zwar ansteigend, dennoch ist dies angesichts des großen Wohnungsbedarfs als Tropfen auf den heißen Stein zu sehen. Eigentlich müssten jährlich 80.000 neue Sozialwohnungen erstellt werden. Wir brauchen am Wohnungsmarkt einen Mix aus Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnungen für die Mittelschicht", betont GdW-Präsident Axel Gedaschko.
Laut GdW sind für die Jahre 2020/2021 insgesamt zwei Mrd. Euro für die soziale Wohnraumförderung vorgesehen. Das bedeute eine Reduzierung um 500 Mio. Euro pro Jahr gegenüber der heutigen Summe. Tatsächlich notwendig seien bundesweit mindestens fünf Mrd. Euro – davon 2,5 Mrd. vom Bund und 2,5 Mrd. als Kofinanzierung durch die Länder –, um den wirklichen Bedarf an Sozialwohnungen decken zu können. „Es fehlt ein Masterplan Sozialer Wohnungsbau mit klarer Zielvorgabe und angemessen ausgestatteter Förderung“, so Gedaschko.