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19.11.2021

dena-Gebäudereport zeigt Klima-Fußabdruck des Gebäudebestands

Im aktuellen dena-Gebäudereport gibt die Deutsche Energie-Agentur (dena) ein umfassendes Bild zum Gebäudestand in Deutschland und zu dessen Energieverbrauch sowie zu Wärmeerzeugern, Energieträgern und zur Klimabilanz des Sektors. Der Report wird abgerundet durch drei Fokusthemen: Darin geht es um die „Förderlandschaft energieeffizienter Gebäude“, um „Graue Emissionen im Bauwesen“ sowie um „Steuern, Abgaben und Umlagen auf Energieträger im Gebäudesektor“.
Laut dem Report ist der Marktanteil beim Absatz von Verbrennungsheizungen (Öl- und Gaskessel) in 2020 erstmals unter 80 Prozent gesunken. Demgegenüber legte der Absatz von Wärmepumpen um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Der Verkauf von Biomasseanlagen kletterte im gleichen Zeitraum um 140 Prozent. Dennoch werden weiterhin 75 Prozent der Gebäude im Bestand mit den fossilen Energieträgern Öl und Gas beheizt, teilt die dena mit. Allerdings seien etwa 40 Prozent der Heizungen älter als 20 Jahre und müssten daher in den kommenden Jahren ausgetauscht werden. Der Energieverbrauch in Gebäuden habe in den vergangenen fünf Jahren auf einem konstanten Niveau gelegen. Zudem habe der Abruf von Förderprogrammen für klimafreundliches Bauen und Sanieren 2020 im Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen.
„Die Entwicklungen nehmen den richtigen Kurs, etwa den steigenden Abruf von Förderprogrammen und den konstanten Ausbau klimafreundlicher Energieträger und effizienter Technologien. Klar ist aber: Für den klimaneutralen Gebäudebestand brauchen wir bessere Erfolge bei der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und eine schnellere Sanierung des Bestands“, mahnt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena. „Wie es funktionieren kann, zeigen wir in unserer neuen dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität – samt 14 politischen Handlungsempfehlungen für den Gebäudesektor.“
Der neue Gebäudereport steht auf der dena-Website zum kostenlosen Download zur Verfügung: www.gebäudeforum.de/gebäudereport