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01.02.2021

Brandbrief der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“

Die Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“, in der sich 34 führende Akteure der Bau- und Immobilienbranche zusammengeschlossen haben, warnt vor einer Corona-bedingten Wohnungskrise. In einem Brandbrief an Bundestag und Bundesregierung sowie an die Länderparlamente und an die Regierungschefs der Länder fordern die Beteiligten „eine zweite und deutlich effektivere Wohnraumoffensive“.
Bezahlbarer Wohnraum drohe in der Corona-Krise zur Mangelware zu werden, mahnt die Initiative, der u.a. der Deutsche Mieterbund und die IG BAU angehören. Die bisherige Wohnraumoffensive der Bundesregierung sei gescheitert. Deren Ziel sei es ursprünglich gewesen, 1,5 Millionen Neubauwohnungen bis 2021 zu schaffen. „Dabei werden es am Ende nicht einmal 1,2 Millionen neu gebaute Wohnungen sein. Damit hat die Bundesregierung ihr selbst gestecktes Ziel um gut 300.000 Wohnungen verfehlt. Das entspricht mehr als der Bauleistung eines ganzen Jahres“, kritisiert Ronald Rast, Koordinator der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“.
Die Initiative erwartet aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einen drastischen Anstieg der Zahl einkommensschwacher Haushalte in Deutschland. Damit werde sich das Problem des bezahlbaren Wohnens und der massive Mangel an Sozialwohnungen nochmals deutlich verschärfen. Daher komme es jetzt darauf an, im Superwahljahr 2021 frühzeitig Signale für mehr Wohnungsbau zu setzen.
In dem Brandbrief formuliert die Initiative einen Acht-Punkte-Katalog, mit zentralen wohnungsbaupolitischen Forderungen. Im Einzelnen:
- Sozialen Wohnungsbau massiv stärken
- Bezahlbares Wohnen stärker fördern
- Leben ohne Miete: Anschaffung von Wohneigentum erleichtern
- Kostentreiber Bauland: Mehr günstige Grundstücke ausweisen und vergeben
- Neue Schritte für Klima-Sanierungen
- Mehr „Beinfreiheit im Baurecht“ beim Altbau-Umbau
- Baustoff-Forschung: Ressourcen-Effizienz auf dem Bau fördern
- Kein weiteres „staatliches Drehen an der Preisspirale“