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20.05.2020

Bauindustrie und Baumaschinenbranche verhalten optimistisch

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der VDMA Baumaschinen und Baustoffanlagen sind verhalten optimistisch, was die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Bau-Branche angeht. Vertreter beider Verbände äußerten sich in einer gemeinsamen Pressekonferenz zu den wirtschaftlichen Konsequenzen und Erwartungen angesichts der Covid-19 Pandemie.
So erwartet die Baumaschinenbranche bis zum Jahresende einen Umsatzrückgang von 10 bis 30 Prozent. „Das ist einschneidend, aber bei weitem nicht so dramatisch wie in den Jahren 2008 und 2009“, erklärte der VDMA. Die Baumaschinenindustrie zehrt noch von den positiven Nachwirkungen der Boomjahre 2018 und 2019 sowie einem guten ersten Quartal 2020. „Für 2021 sehen wir die Chance für einen zügigen Aufschwung. Dieser wird auch abhängen von hoffentlich kurzen Planungszeiträumen für gegebenenfalls neu aufgelegte oder bereits laufende Infrastrukturprojekte“, sagte Franz Josef Paus, Vorsitzender des VDMA Baumaschinen und Baustoffanlagen.
Der HDB geht sogar davon aus, dass das Bauhauptgewerbe im Jahr 2020 mit einer nominalen Stagnation des baugewerblichen Umsatzes davonkommen könnte. Für die Bauindustrie werde es wesentlich sein, die Nachfrage nach Bauleistungen auf Seiten der öffentlichen und der privaten Auftraggeber stabil zu halten und auszuweiten. Allerdings habe die Corona-Krise gravierende Folgen für die kommunalen Haushalte. Der HDB wirbt daher für einen Schutzschirm für Kommunen, die ein wichtiger Auftraggeber für die Bauindustrie sind.
Abgesehen davon gebe die aktuelle Krisensituation „zusätzliche Impulse, die Automatisierung beispielsweise im Bereich des modularen und seriellen Bauens ebenso rascher voranzutreiben wie auch die Bestrebungen zur Standardisierung der Maschinendaten, der Schnittstellen und der Maschinenkommunikation. Schon heute können wir feststellen, dass diese Faktoren die Aufrechterhaltung unseres Baugeschäftes auch in solchen schwierigen Zeiten positiv beeinflussen“, ergänzt Ralf Lüddemann, Vorsitzender des Geräteausschusses der Bauindustrie.