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27.07.2020

Wohnkosten im Alter: Wohneigentum rentiert sich

Wohnen zur Miete kann im Alter zu einer hohen finanziellen Belastung werden. Darauf weisen die Landesbausparkassen (LBS) unter Bezug auf einen aktuellen Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) hin. Demnach steigen die Mieten in Deutschland seit 2005 stärker als die Renteneinkommen. Während sich die Mieten im Schnitt um 29 Prozent erhöht hätten, habe die gesetzliche Rente lediglich um 20 Prozent zugelegt. „Vor allem für Haushalte ab 65 Jahren wächst der Anteil der Wohnkosten, da die Rente in der Regel ohnehin wesentlich geringer ausfällt als das letzte Nettoeinkommen während des Berufslebens“, erklärt LBS-Experte Thomas Thiet. Entschuldetes, selbstgenutztes Wohneigentum könne die Wohnkosten im Alter deutlich senken.
Die LBS verweisen auch hier auf den DIW-Bericht, wonach 80 Prozent der Eigentümerhaushalte über 65 Jahren weniger als 20 Prozent ihres Nettoeinkommens fürs Wohnen aufbringen müssen. Demgegenüber sei die durchschnittliche Nettokaltmiete in Deutschland von 1991 bis 2015 um fast 100 Euro auf knapp 500 Euro im Monat gestiegen. Rentnerhaushalte hätten 2015 im Schnitt 416 Euro gezahlt. Bei einer gesetzlichen Nettorente von durchschnittlich 1.362 Euro monatlich bei Männern und 991 Euro bei Frauen sei das eine erhebliche Belastung.
„Wohneigentümer, die ihre Immobilie abbezahlt haben, verfügen Monat für Monat über mehrere Hundert Euro zusätzlich im Portemonnaie. Sie zahlen lediglich Nebenkosten wie Heizung, Wasser und Strom – die beim Mieter natürlich auch noch obendrauf kommen“, so Thiet.