VEKA AG
Branchennews Branchennews allgemein
17.10.2018

Wohneigentum in Deutschland vergleichsweise erschwinglich

Wie erschwinglich ist Wohnraum in Deutschland und Europa? Mit dieser Frage hat sich das Consultingunternehmen Deloitte in seinem Property Index 2018 befasst. Zwar sei Deutschland beim Kaufpreiswachstum 2017 mit 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr Spitzenreiter in Europa, doch das sei nur eine Seite der Medaille. Zu berücksichtigen seien auch die wirtschaftliche Lage und die Einkommen der Verbraucher. Hier zeige der Vergleich mit den Nachbarn, dass Eigentumswohnungen in Deutschland noch immer verhältnismäßig erschwinglich sind.
So kostete eine 70 Quadratmeter große Wohnung hierzulande fünf Bruttojahreseinkommen. Wer in Frankreich eine vergleichbare Wohnung kaufen möchte, muss dafür schon acht Jahreseinkommen hinlegen und in Großbritannien sogar fast zehn.
Immer schwieriger werde der Immobilienerwerb in Ländern wie Tschechien, Polen und Ungarn. Hier klaffe die Schere zwischen der Preisentwicklung und den im europäischen Vergleich relativ niedrigen Durchschnittseinkommen immer weiter auseinander. In Tschechien zum Beispiel müssten Verbraucher mehr als elf Jahreseinkommen für eine Eigentumswohnung aufbringen.
Die Unterschiede bei den Kaufpreisen in Europa sind enorm. Die Preisspanne reicht von 1.080 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung im ungarischen Debrecen bis zu 16.512 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung in London, teilt Deloitte mit. Hinter London und Paris liegt zum ersten Mal auch eine deutsche Stadt unter den Top Drei der teuersten Städte: In München erreichte der Quadratmeterpreis im Durchschnitt 7.500 Euro.