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10.01.2022

Weiter deutliche Preisanstiege für Bauland und Wohnimmobilien

Die Preise für Bauland und Wohnimmobilien steigen weiter. So haben sich die Investitionen in den Erwerb von Immobilien zwischen 2010 und 2020 verdoppelt. Der Geldumsatz erreichte 2020 einen Rekordwert von 310 Milliarden Euro, nach 307 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Dies zeigt der Immobilienmarktbericht Deutschland 2021, den der Arbeitskreis der Oberen Gutachterausschüsse, Zentralen Geschäftsstellen und Gutachterausschüsse gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vorgestellt hat. Basis für den Bericht sind die rund eine Million notariellen Kaufverträge, die 2020 in Deutschland abgeschlossen wurden. Demnach boomt der Wohnungsmarkt weiter, während sich der Markt für Wirtschaftsimmobilien verhaltener entwickelt.
Wie die Autoren feststellen, zeigte sich der Markt für Wohnimmobilien unbeeindruckt von der Corona-Krise. Etwa drei Viertel aller Immobilienverkäufe entfielen im Jahr 2020 auf Wohnimmobilien. Insgesamt wurden in 2020 etwa 752.000 Wohnimmobilien verkauft. Der dabei erzielte Umsatz belief sich auf rund 217 Milliarden Euro – das bedeutet eine Verdopplung gegenüber 2012.
Der Preisanstieg bei Wohnbauland setzte sich ebenfalls fort. Zwar stagnierte laut dem Bericht die Zahl der Transaktionen von Wohnbauland in 2020 gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem stieg der Umsatz mit Baugrundstücken für Eigenheime um acht Prozent auf 15,7 Milliarden Euro – ein Hinweis auf die weiter stark gestiegenen Preise in diesem Segment. Im Bundesdurchschnitt lag der Quadratmeterpreis 2020 bei 165 Euro. 2011 hatte der Durchschnittspreis noch bei 98 Euro gelegen.
Verhaltener als der Wohnsektor entwickelte sich hingegen der Markt für Wirtschaftsimmobilien. Demnach handelten Marktakteure im Jahr 2020 etwa elf Prozent weniger Büroimmobilien als im Jahr zuvor. Die Investitionen in den Erwerb von Büroimmobilien sanken um 15 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Ebenso nahm die Zahl der Transaktionen von Handelsimmobilien ab (minus 4 Prozent). Hier verringerte sich der Geldumsatz gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 23 Milliarden Euro.