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06.07.2018

Umfrage: Konkurrenzdruck in der Baubranche wird steigen

Digitalisierung, Internationalisierung, Kostendruck – die Baubranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Gleichzeitig sind Herausforderungen wie der Wohnungsmangel, die Energiewende im Bestand und der Sanierungsstau im Infrastruktur- und Verkehrsbau zu bewältigen. Diese Gemengelage spiegelt auch eine Studie von BauInfoConsult wider. Die Marktforscher haben 600 Bauakteure befragt, wie sich ihre Rolle im Bauprozess in den nächsten fünf Jahren verändern wird.
Die häufigste Antwort war der Konkurrenzdruck, der nach Einschätzung von 35 Prozent der Befragten deutlich zunehmen wird. Denn im gegenwärtigen Bauboom sei die Zahl der Firmen am Bau so stark angewachsen wie schon lange nicht mehr – und das bei einem dramatischen Mangel an Fachkräften. Sobald sich die Baulast wieder normalisiere, werde der Wettbewerb härter werden.
Im Hinblick auf das Thema „Bauen 4.0“ dürften die Anforderungen an das Fachwissen der Profis am Bau angesichts der zu erwartenden technischen Veränderungen erheblich größer werden. Hier seien Verbände und Industrie mit Schulungs- und Fortbildungsangeboten gefragt, so die Experten von BauInfoConsult. Dieser Aspekt wurde mit 34 Prozent am zweithäufigsten genannt. Jeweils 26 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, dass die Bauakteure mit wachsenden Auflagen, etwa in Bezug auf Energieeffizienz, einerseits mehr Verantwortung übernehmen müssen und andererseits mit mehr Bürokratie zu kämpfen haben.
18 Prozent gehen davon aus, dass der Kunde im Internet-Zeitalter immer informierter und anspruchsvoller wird. Daher meinen 15 Prozent der befragten Bauprofis, dass sie mehr beratende Funktionen einnehmen müssen.