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29.03.2021

Studie: Megatrends am Bau 2030

BauInfoConsult entwirft in der neuen Studie Studie „Megatrends am Bau 2030“ Szenarien, wie die Baubranche in zehn Jahren aufgestellt sein wird. Eine Grundtendenz wird dabei schnell deutlich: Das Bauen wird grüner, digitaler und vernetzter. BauInfoConsult rechnet damit, dass die Wohn- und Baunachfrage bis 2030 nicht kleiner werden wird. Erhöhte Marktchancen sieht das Marktforschungsinstitut insbesondere für energetische Sanierungs- und barrierefreie Modernisierungsmaßnahmen.
Beim Thema Nachhaltigkeit erwartet BauInfoConsult, dass die „graue Energie“ stärker in den Fokus rückt. Bislang hätten sich die gesetzlichen Bestimmungen und umgesetzten Maßnahmen zur Energieeinsparung bei Gebäuden überwiegend mit den Möglichkeiten der Verbrauchsreduzierung bei der direkten Gebäudebetriebsenergie beschäftigt. Ein zentrales Zukunftsthema sei der Aspekt der „grauen Energie“, also ein Ansatz, der alle verursachten Emissionen von der ersten Produktion der verwendeten Baustoffe bis zum Abriss des Gebäudes mitberücksichtigt. Dieser „graue“ Energieverbrauch, der in den verbauten Materialien steckt, mache 40 bis 50 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus. Dies werde sich über kurz oder lang in den gesetzlichen Anforderungen an das Bauen und an Baumaterialien niederschlagen. Hersteller, die vorausschauend die eigenen Materialgewinnungs- und Produktionsprozesse sowie die Transportwege so energieschonend wie möglich umgestalten, könnten dabei im Vorteil sein, so die Experten von BauInfoConsult.
Mehr Gewicht wird laut der Studie auch das modulare Bauen bekommen. Zwar sei nicht mit einem flächendeckenden „One size fits all“-Ansatz zu rechnen, aber der Trend zu vorgefertigten Einzelkomponenten werde sich verstärken. Bis 2030 könnten zudem integral geplante und realisierte Bauprojekte – Stichwort BIM – bereits verstärkt zur gelebten Baupraxis gehören. Auch die Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz (KI) könnten auf den Bau abstrahlen. Eine vorrangige Aufgabe bleibe es in diesem Kontext, bis 2030 die digitale Anschlussfähigkeit der Bauwirtschaft an die oben beschriebenen Entwicklungen voranzutreiben.