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20.08.2018

Stagnation bei Baugenehmigungen

Die Zahl der Baugenehmigungen ist in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 0,6 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 zurückgegangen. Genehmigt wurde der Bau von insgesamt rund 168.500 Wohnungen – im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 963 mehr gewesen. Den stärksten Rückgang gab es mit minus 36 Prozent bei Wohnungen in Wohnheimen (in diese Kategorie fallen auch Flüchtlingsunterkünfte). Hier sank die Zahl der Genehmigungen von 8.500 auf 5.400. Rechnet man die Wohnheime heraus, dreht sich die Statistik leicht ins Plus: Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 1,8 Prozent auf 161.800, teilt das Statistische Bundesamt mit.
Getragen wird diese Entwicklung vom Mehrfamilienhaus-Sektor, wo die Baugenehmigungen im ersten Halbjahr um 4,9 Prozent auf 86.100 zulegten. Ein Minus gab es bei Einfamilienhäusern (-1,6 Prozent auf 44.600 Genehmigungen) und bei Zweifamilienhäusern (-2,9 Prozent auf 10.800).
Für den Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW zeigen die aktuellen Zahlen, „dass der Wohnungsbau weiterhin nicht ausreichend in Schwung kommt“, so GdW-Präsident Axel Gedaschko. Setze sich der Trend fort, würden auch in diesem Jahr die notwendigen 400.000 Wohnungen nicht einmal bei den Genehmigungen erreicht. Daher müsse die Politik „endlich die Bremsen für bezahlbaren Wohnraum lösen“.