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03.01.2022

Haus & Grund: Neue EU-Gebäuderichtlinie bedroht viele Bestandsgebäude

Der Eigentümerverband Haus & Grund warnt vor drastischen Konsequenzen der von der EU-Kommission geplanten neuen Gebäuderichtlinie. Sie würde für 40 Millionen Gebäude europaweit das Aus bedeuten, teilte der Verband anlässlich der Vorstellung des Richtlinienentwurfs mit. In Deutschland seien es ungefähr drei Millionen Gebäude, die in zwei Stufen ab 2030 und 2033 nicht mehr genutzt werden dürften, heißt es bei Haus & Grund. „Für viele Gebäude der Energieklassen F und G wird eine Sanierung keine Option sein, der Ersatzneubau mindestens 1.200 Milliarden Euro kosten. Für viele private Eigentümer beendet die EU damit den Traum von den eigenen vier Wänden“, mahnte Verbandspräsident Kai Warnecke.
Warnecke hält es für sehr fraglich, ob sich die energetischen Mindestanforderungen bei vielen Gebäuden überhaupt technisch umsetzen ließen und ob ausreichend handwerkliche Ressourcen zur Verfügung stünden. „Hohe Ambitionen sind gut, aber Klimaschutzpläne müssen realisierbar sein. Das sehe ich in diesem Entwurf nicht“, so Warnecke.
Positiver äußerte sich Haus & Grund zum geplanten EU-Gebäuderenovierungspass. Dieser könne Eigentümern von Bestandsimmobilien eine Orientierung bei der schrittweisen energetischen Modernisierung bieten.