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31.12.2021

Bauwirtschaft rechnet 2022 mit über 150 Milliarden Euro Umsatz

Die beiden größten Bauverbände, der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) sowie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), blicken trotz der aktuellen Herausforderungen optimistisch auf das Jahr 2022. Wie die beiden Branchenverbände bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz zum Jahresabschluss bekanntgaben, wird im Bauhauptgewerbe für 2021 ein Umsatz von 143,5 Milliarden Euro erwartet – nach 143 Milliarden Euro in 2020. Aufgrund der hohen Auftragsbestände sei für 2022 eine Umsatzsteigerung auf 151 Milliarden Euro möglich, was einer Steigerung um nominal 5,5 Prozent entspräche. Die Beschäftigtenzahl könne 2022 um weitere 10.000 auf 915.000 Beschäftigte anwachsen.
„Der Wohnungsbau bleibt auch in den ‚Corona-Jahren‘ Stützpfeiler der Baukonjunktur“, konstatiert ZDB-Präsident Reinhard Quast. „Ende September 2021 lagen die Auftragsbestände bei fast 13 Milliarden Euro, eine Steigerung zum Vorjahreswert um fast 20 Prozent. Die Nachfrage nach Wohnraum lässt nicht nach. Bis September wurden gut 282.000 Wohnungen genehmigt, etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.“ HDB und ZDB gehen davon aus, dass der Umsatz im Wohnungsbau in 2021 etwa 55,4 Milliarden Euro erreichen wird. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2020 um nominal zwei Prozent. Für 2022 wird ein weiterer Zuwachs auf 59,3 Milliarden Euro prognostiziert, was einer Steigerung um nominal sieben Prozent entspräche. „Wir halten die Zielvorgabe für ambitioniert, bedeutet sie doch eine schlagartige Erhöhung der jährlichen Baufertigstellungen um etwa 30 Prozent,“ so Quast.
In diesem Kontext betont HDB-Präsident Peter Hübner, es müsse klar sein, „dass neben zusätzlichen, personellen Kapazitäten auch neue, etablierte Konzepte und Methoden, wie das serielle und modulare Bauen, notwendig sein werden.“ Handlungsbedarf bestehe laut Hübner auch im Hinblick auf den Wegfall der KfW-55 Förderung, denn die in Planung befindlichen Projekte hätten mit dieser Förderung gerechnet. Ebenso könne der von der Politik angestrebte KfW-40 Standard noch nicht der Normalfall im Mietwohnungsbau werden.
Hübner forderte einen echten „Sanierungsbooster“ und nannte Smart Home, serielle Sanierungen, integrierte Sanierungsfahrpläne und Einzelmaßnahmen, aber auch eine Lebenszyklusbetrachtung sowie weitere Digitalisierungsschritte als mögliche Lösungsbausteine.