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23.03.2020

Vier Prozent mehr Baugenehmigungen in 2019

Die Zahl der Baugenehmigungen bleibt auf einem hohen Niveau. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, genehmigten die Baubehörden in Deutschland im vergangenen Jahr den Bau von 360.600 Wohnungen. Das bedeutet ein Plus von knapp 14.000 Genehmigungen oder 4,0 Prozent gegenüber 2018. Seit der Jahrtausendwende lag die Zahl der Baugenehmigungen nur in einem Jahr höher, nämlich 2016 mit über 375.000.
Den kräftigsten Zuwachs gab es 2019 bei Mehrfamilienhäusern mit einer Steigerung um 4,6 Prozent auf 188.500 genehmigte Wohnungen. Zunahmen waren auch bei Zweifamilienhäusern (plus 2,6 Prozent auf 21.300) sowie bei Einfamilienhäusern (plus 1,2 Prozent auf 90.900) zu verzeichnen. Bei Wohnungen, die durch (Um-)Baumaßnahmen im Gebäudebestand entstehen sollen, wurde ein Plus von 10,5 Prozent auf 42.700 Genehmigungen registriert.
Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die Zahl der Baugenehmigungen ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität ist, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen. Allerdings nehme die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen bzw. noch nicht abgeschlossen wurden (der sogenannte Bauüberhang), seit einigen Jahren zu. Die tatsächliche Entwicklung ergibt sich aus den Baufertigstellungen. Hierzu wird die Wiesbadener Behörde voraussichtlich Mitte des Jahres 2020 Zahlen vorlegen.
Noch nicht absehbar sind die Auswirkungen der Corona-Krise, wie der Zentralverband Deutsches Baugewerbe zu bedenken gibt. „Die vom Statistischen Bundesamt bekannt gegebenen Baugenehmigungszahlen sind trügerisch. Auch wenn die Zahlen aus statistischer Sicht richtig sind, sind sie leider kein Indiz für die weitere Entwicklung der Baukonjunktur“, erklärte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Noch sei schwer abzuschätzen, in welchem Ausmaß die Pandemie die Bauwirtschaft treffen wird.