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02.11.2020

VFF-Studie: Fenstermarkt trotzt Corona-Krise

Der Fenstermarkt in Deutschland scheint sich in der Corona-Krise als robust zu erweisen. Entgegen der Prognose vom Mai 2020 (minus 5,5 Prozent) wird der Fensterabsatz 2020 sogar um 0,5 Prozent auf 14,8 Millionen Fenstereinheiten (1 FE = 1,3 x 1,3m) steigen. Dies zeigt die „Update“-Studie zur Fenstermarktentwicklung, die der Verband Fenster + Fassade (VFF) auf der Fachtagung „Statistik und Markt“ am 20. Oktober 2020 vorstellte. Auch 2021 geht der VFF nicht von einem Markteinbruch aus: Für den Fenstermarkt wird ein nur geringes Minus von 0,6 Prozent erwartet. „Die befürchteten Auswirkungen der Corona-Pandemie sind – Stand heute – nicht eingetreten“, erklärte Frank Lange, Geschäftsführer des VFF. „Allerdings hat es deutliche Verschiebungen innerhalb der einzelnen Segmente gegeben.“
So wächst der Fenstermarkt im Wohnbau laut der Studie 2020 um 2,2 Prozent. Demgegenüber sei im Nichtwohnbau ein Rückgang von 2,6 Prozent anzunehmen. 2021 werde sich diese Diskrepanz noch vertiefen – mit einem erwarteten Zuwachs von 3,3, Prozent im Wohnbau und einem voraussichtlichen Rückgang um 8,1 Prozent im Nichtwohnbau.
Im Neubaubereich wachse der Fenstermarkt Wohnbau mit 2,0 Prozent und in der Sanierung mit 2,3 Prozent. Beim Nichtwohnbau büße der Fenstermarkt im Neubau 4,2 Prozent ein, während der Nichtwohnbau in der Sanierung mit 0,5 Prozent minus relativ stabil bleibe.
Die Rahmenbedingungen für die Gesamtmarktentwicklung sind laut der Studie geprägt von niedrigen Zinsen, der fehlenden gewerblichen Investitionsbereitschaft aufgrund der Pandemie, dem hohen Bedarf an Wohnraum, dem historisch großen Baugenehmigungsüberhang im Wohnbau und vor allem von der Sanierungsbereitschaft durch die Anforderungen aus dem Klimaschutz mit den unterstützenden Förderprogrammen.