VEKA AG
Branchennews Branchennews allgemein
26.07.2019

Umwelthilfe und Mieterbund: „Klimaschutz trifft Mieterschutz“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Deutsche Mieterbund (DMB) wollen Vorurteile und Desinformation gegenüber energetischer Sanierung abbauen und neue Lösungsansätze erarbeiten. Deshalb haben die beiden Organisationen zum 1. Juni das Projekt „Klimaschutz trifft Mieterschutz – Wege zu einer sozialverträglichen Gebäudesanierung“ (MietKlimaSchutz) gestartet. Derzeit liege die Sanierungsrate in Deutschland bei unter einem Prozent. Notwendig seien mindestens zwei Prozent jährlich, um einen klimaneutralen Gebäudebestand 2050 zu erreichen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Das Projekt rückt Mietwohnungen, die über die Hälfte des Wohnungsbestandes in Deutschland bilden, in den Fokus. Hier stünden Sanierungsmaßnahmen im Spannungsfeld zwischen Mietern und Vermietern. „Vor allem in Ballungsgebieten haben Mietsteigerungen nach erfolgter Modernisierung in der Vergangenheit zu Verdrängung der angestammten Bewohnerschaft geführt und so auch zu einem negativen Image der energetischen Gebäudesanierung beigetragen“, konstatieren (DUH) und (DMB).
„Wir möchten mit dem Projekt aufzeigen, was die wahren Kostentreiber und Gründe für Mieterhöhungen sind. Durch fundierte und sachliche Information möchten wir darüber aufklären, dass sozialverträgliche energetische Sanierungen im Mietwohnungsbestand in der Breite umsetzbar sind“, erklärt DMB-Geschäftsführer Ulrich Ropertz. Das Projekt soll Lösungen für den sozialverträglichen Klimaschutz in Gebäuden erarbeiten und Praxisbeispiele untersuchen.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird durch das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.