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11.11.2020

Über elf Millionen Menschen in Deutschland durch Wohnkosten überlastet

11,4 Millionen Menschen in Deutschland, das entspricht 14 Prozent der Bevölkerung, waren im Jahr 2019 durch Wohnkosten überlastet. Dies berichtet das Statistische Bundesamt unter Bezug auf die aktuelle Untersuchung „Leben in Europa“ (EU-SILC). Laut der Wiesbadener Behörde liegt eine Überbelastung durch Wohnkosten dann vor, wenn ein Haushalt mehr als 40 Prozent seines verfügbaren Einkommens für Wohnen ausgibt. Ob die Betroffenen zur Miete oder in Wohneigentum leben, spielt dabei keine Rolle. Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2014 ist die Überlastungsquote leicht gesunken. Damals waren noch rund 16 Prozent der Bevölkerung (12,7 Millionen) durch ihre Wohnkosten überlastet.
Im Durchschnitt mussten die Bürger in Deutschland im Jahr 2019 rund 26 Prozent ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Miete und Nebenkosten beziehungsweise den Unterhalt ihres Wohneigentums aufbringen. Auch dies bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber 2014 (27 Prozent).
Beim Blick über die Grenzen zeigt sich, dass vor allem die Bevölkerung Griechenlands unter hohen Wohnkosten leidet. 2019 waren 36 Prozent der Haushalte von der Überbelastung durch Wohnkosten betroffen. Das ist die bei weitem höchste Quote im europäischen Vergleich. Die zweithöchste Quote von 16 Prozent weist Bulgarien auf. Der EU-Durchschnitt liegt bei 9,3 Prozent. Die geringste Überlastung durch Wohnkosten gibt es in Zypern mit 2,3 Prozent. Auch beim durchschnittlichen Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen lag Griechenland 2019 mit knapp 39 Prozent an der Spitze.