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05.06.2020

Studie sieht Fenstermarkt 2020 mit 5,5 Prozent im Minus

Der Fenstermarkt in Deutschland wird in diesem Jahr wegen der Corona-Krise erstmals seit zehn Jahren wieder ein Minus verzeichnen. Das war die zentrale Aussage der Fachtagung „Statistik und Markt“, die der Verband Fenster + Fassade (VFF) am 27. Mai als Webinar durchführte. Für 2021 sei angesichts der gegenwärtigen Situation keine belastbare Prognose möglich, hieß es dort weiter. „Deutlicher als im Wohnbau gehen 2020 die Zahlen im Nichtwohnbau zurück“, erklärte Holger Lipp, Obmann des Statistischen Ausschusses des VFF. „Dies wird natürlich auch Auswirkungen auf den Fenstermarkt haben, die wir allerdings noch nicht beziffern können.“ Die Corona-Pandemie habe den Bausektor bei „eigentlich besten Voraussetzungen“ wie hoher Wohnungsnachfrage und guten Förderbedingungen getroffen.
Christian Blanke von der Heinze GmbH stellte die aktuellen deutschen Fenster- und Außentürenmarktzahlen vor. Demnach lag der Absatz 2019 nach einer Dekade stetigen Wachstums bei 14,8 Millionen Fenstereinheiten (1 FE = 1,69 m2) und damit um 2,4 Prozent über dem Vorjahr. Für 2020 erwarten die Experten der Heinze GmbH einen Rückgang von 5,5 Prozent auf 13,9 Millionen Fenstereinheiten. Gravierend sei vor allem das Minus von zehn Prozent beim Fensterabsatz im Neubau, während der Absatzrückgang in der Sanierung lediglich rund zwei Prozent betrage.
Auf dem Außentürenmarkt prognostiziert die Studie Absatzeinbußen von vier Prozent, und zwar von 1,46 Millionen Stück in 2019 auf 1,4 Millionen Stück in 2020.