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19.07.2019

Studie: BIM gewinnt zunehmend an Bedeutung

Das Building Information Modeling (BIM) als digital gestützte Methode zur optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das zeigt eine Studie des Instituts BauInfoConsult zur BIM-Nutzung in der Baubranche. Demnach stellen sich viele der 302 befragten Planer und Verarbeiter auf eine kleine Revolution am Bau ein.
Die Studie macht deutlich, dass die Nutzung von BIM am Bau zugenommen hat. Noch 2017 hatten 20 Prozent der Befragten bei einer vorangegangenen Befragung angegeben, mit BIM zu arbeiten. Dieser Wert ist in der aktuellen Studie auf 28 Prozent gestiegen. Etwa jedes zehnte Bauprojekt wird derzeit nach der BIM-Methode realisiert. Die Mehrheit der Betriebe stellt sich laut BauInfoConsult darauf ein, BIM in den kommenden Jahren in ihren Prozessen zu implementieren. Lediglich ein Viertel der Befragten lehnt BIM ab. Nicht nur quantitativ ist BIM auf dem Vormarsch, sondern auch qualitativ: Viele Befragte erwarten, dass sich durch BIM eine weitreichende Prozessoptimierung am Bau einstellen wird.
Die Akteure, die BIM bereits nutzen, tun dies vor allem in der Ausführungsplanung (73 Prozent), in der architektonischen Entwurfsplanung (65 Prozent) sowie in der gebäudetechnischen Fachplanung (61 Prozent).
Natürlich sehen die befragten Bauprofis auch kritische Aspekte beim Thema BIM. Beispielweise wird die Methode als noch nicht als merklich umsatzrelevant eingeschätzt. Viele sind auch angesichts des hohen finanziellen und persönlichen Investitionsaufwands der BIM-Einführung skeptisch. Weitere Hürden für die Verbreitung von BIM sehen viele Nutzer in nichtkompatiblen, konkurrierenden Datenaustauschformaten sowie dem noch nicht vollzogenen Mentalitätswandel hin zum digitalen Bauen.