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06.09.2019

Studie: Bestandsimmobilien bei Wohneigentumsbildung besonders gefragt

Beim Erwerb von Wohneigentum sind Bestandsimmobilien besonders gefragt. Dies zeigt eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts Kantar im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Demnach haben sich zwischen 2012 und 2017 knapp 60 Prozent der Haushalte, die Wohneigentum gebildet haben, für eine Immobilie im Bestand entschieden. 25 Prozent verwirklichten den Traum von den eigenen vier Wänden durch einen Neubau. Die übrigen 15 Prozent kamen durch Erbschaft und Schenkung zu Wohneigentum.
Drei Viertel der befragten Haushalte bildeten der Erhebung zufolge selbstgenutztes Wohneigentum in Häusern. Dabei entschieden sich die meisten für das klassische Einfamilienhaus. Nur ein Fünftel der Haushalte wählte hingegen eine Eigentumswohnung. Mehr als die Hälfte der Käufer-Haushalte (54 Prozent) waren Familien.
Finanziell ist der Immobilienkauf immer noch ein Kraftakt. So musste ein Haushalt für den Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie im Durchschnitt etwa das Sechsfache des jährlichen Nettoeinkommens aufbringen – inklusive Grundstücks-, Erschließungs- und Erwerbsnebenkosten. Am höchsten lagen die Gesamtkosten für den Kauf eines Neubaus, nämlich beim Achtfachen des jährlichen Nettoeinkommens, bei gebrauchten Immobilien war das 5,8-Fache aufzubringen. Dabei zeigte die Erhebung beim Verhältnis zwischen Hauspreis und Einkommen ein erhebliches Stadt-Land-Gefälle. Um die Kapitalkosten – Zinsen und Tilgung – zu bedienen, müssen Haushalte im Durchschnitt 23 Prozent ihres Nettoeinkommens aufwenden.