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25.03.2019

Spitzengespräch zum Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft

Bei einem Spitzentreffen mit Bauverbänden und Baugewerkschaft sowie Ingenieur- und Architektenkammern haben Vertreter der Bundesregierung über Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel diskutiert. Zwar sei die Zahl der Erwerbstätigen im Bauhauptgewerbe im letzten Jahr kräftig auf insgesamt rund 832.000 Beschäftigte angestiegen. Dennoch beklagt die Bauwirtschaft einen erheblichen Fachkräftemangel. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat verweist auf Angaben des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung, nach denen im Juni 2018 fast 70.000 offene Stellen für qualifizierte Fachkräfte in Bauberufen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet waren.
Als Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat betonte Horst Seehofer: „Die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum ist die soziale Frage unserer Zeit. Deshalb will die Bundesregierung alles daran setzen, dass in dieser Legislaturperiode 1,5 Millionen neue Wohnungen entstehen. Dazu brauchen wir ausreichende Kapazitäten in der Bauwirtschaft und den planenden Berufen.“
Das Zukunftsthema Fachkräftesicherung sei entscheidend für Deutschlands Wachstum und Wohlstand sowie für erschwinglichen Wohnraum, ergänzte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Daher habe die Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales eine branchenübergreifende Fachkräftestrategie erarbeitet, im Dialog mit den Sozialpartnern, Ländern und der BA.
Die Bauwirtschaft geht für 2019 von einer Steigerung der Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe um weitere zwei Prozent auf rund 850.000 Beschäftigte aus. Hier spielte vor allem der Zuzug ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine wichtige Rolle. Diese Säule der Fachkräftesicherung müsse weiter gestärkt werden, hieß es bei dem Spitzengespräch. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Bundesregierung derzeit eine umfassende Strategie zur gezielten Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland erarbeite.