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01.01.2020

Preise für Wohnimmobilien und Bauland steigen rasant

Die Preise für Wohnimmobilien steigen weiter rasant. Dies zeigt der 6. Immobilienmarktbericht Deutschland, den die amtlichen Gutachterausschüsse gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vorgelegt haben. Die Grundlage des Berichts bilden die notariellen Kaufverträge in der Bundesrepublik Deutschland. Demnach stieg das Investitionsvolumen für den Kauf von Immobilien zwischen 2016 und 2018 von 237,5 Mrd. Euro auf einen neuen Höchststand von 269 Mrd. Euro. Binnen zehn Jahren hat sich der Gesamtgeldumsatz mehr als verdoppelt, demgegenüber blieb die Zahl der Abschlüsse jedoch stabil und lag im Jahr 2018 bei rund einer Million.
180,5 Mrd. Euro des gesamten Investitionsvolumens entfielen auf den Kauf von Wohnimmobilien, wo wiederum Verkäufe von Eigenheimen (70,3 Mrd. Euro) und Eigentumswohnungen (63,7 Mrd. Euro) dominierten. Bei den Preisen für Wohnimmobilien gibt es enorme regionale Unterschiede. Die bundesweit höchsten Preise für den Kauf von gebrauchten freistehenden Eigenheimen wurden 2018 im Landkreis München mit 10.200 Euro pro Quadratmeter registriert. Besonders teuer sind ansonsten die Großstädte, allen voran München mit 9.500 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart mit einem Quadratmeterpreis von jeweils etwa 5.000 Euro. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1.750 Euro pro Quadratmeter. Es gibt allerdings auch Regionen, in denen Käufer beim Erwerb eines gebrauchten freistehenden Eigenheims nur dreistellige Quadratmeter-Preise zahlen mussten, etwa in den Landkreisen Mansfeld- Südharz in Sachsen-Anhalt (490 Euro) oder im Kyffhäuserkreis in Thüringen (410 Euro). Insgesamt stiegen die Preise in diesem Segment seit 2009 pro Jahr im Schnitt um 4,3 Prozent.
Mit jährlichen Preissteigerungen von 4,4 Prozent verlief die Marktentwicklung bei gebrauchten Eigentumswohnungen ähnlich. Hier lag der mittlere Kaufpreis pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr 2018 bundesweit bei rund 1.550 Euro. Am teuersten waren die Stadt München (mittlerer Wohnflächenpreis 7.150 Euro/Quadratmeter) und Sylt (6.350 Euro/Quadratmeter).
Bei Bauland für den individuellen Wohnungsbau sind ebenfalls starke Preiszuwächse zu verzeichnen. Hier betrugen die jährlichen Steigerungsraten seit dem Jahr 2009 bundesweit durchschnittlich 4,7 Prozent. Die höchsten Preise für Baugrundstücke wurden in der Stadt München aufgerufen (2.000 Euro pro Quadratmeter). Am unteren Ende der Preisskala liegt der Landkreis Sonneberg in Thüringen, wo Käufer lediglich 15 Euro pro Quadratmeter zahlten. Der Durchschnittspreis für einen Eigenheimbauplatz in Deutschland lag 2018 bei 135 Euro pro Quadratmeter.