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09.10.2019

Öl-Heizungen im Neubau out, im Bestand aber noch weit verbreitet

Im Neubau spielt die Ölheizung keine Rolle mehr, doch im Gebäudebestand wird immer noch sehr oft mit Öl geheizt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sorgten auch im Jahr 2018 überwiegend die fossilen Energieträger Gas und Öl in deutschen Privathaushalten für Raumwärme und warmes Wasser.
Erdgas ist in mehr als der Hälfte aller Wohnungen (52 Prozent) der Energieträger. Immer noch 23,5 Prozent werden mit Öl beheizt. In den vier Jahren zwischen 2014 und 2018 ist ihr Anteil um gerade mal 2,3 Prozent gesunken.
Politisch ist der Öl-Ausstieg beschlossene Sache: Ab 2026 soll in Deutschland der Einbau neuer Ölheizungen in Gebäuden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist, verboten werden. So sehen es die aktuellen Pläne des Klimakabinetts vor. Hausbesitzern soll der Wechsel von alten Ölheizungen zu klimafreundlicheren Heizsystemen mit einer Austauschprämie von bis zu 40 Prozent der Kosten erleichtert werden.
Im Neubau spielen Ölheizungen praktisch keine Rolle mehr. Laut dem Statistischen Bundesamt lag der Anteil der Wohnungen mit installierter Ölheizung in Wohngebäuden mit Baufertigungsstellung im Jahr 2018 bei 0,6 Prozent. Im Neubau ist Erdgas mit einem Anteil von 41,2 Prozent nach wie vor die Nummer Eins. Auf Rang Zwei liegen erneuerbare Energien (Geo-/Umweltthermie, Solarthermie, Holz, Biomasse/Biogas) mit 34,3 Prozent. Fernwärme kommt im Neubau auf einen Anteil von 22,4 Prozent.