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08.06.2020

Neue Version der internationalen DGNB-Gebäudezertifizierung

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat die internationale Version ihres Zertifizierungssystems für Neubauten weiterentwickelt. Es ist erstmals für eine Vielzahl unterschiedlicher Gebäudenutzungen anwendbar und umfasst wesentliche Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Circular Economy und Gesundheit. Mit dem ganzheitlichen, lebenszyklus- und performanceorientierten Nachhaltigkeitsansatz gilt es laut DGNB weltweit als das fortschrittlichste Zertifizierungssystem für Gebäude. Die bisherige internationale Version des DGNB Systems stammte aus dem Jahr 2014 und wurde speziell für Büro- und Verwaltungsgebäude entwickelt. Die neue Version gilt gleich für neun verschiedene Gebäudenutzungen wie Wohnen, Büro, Handel, Logistik, Industrie, Hotel oder Bildung.
Das Thema Nachhaltigkeit wird bei Bauprojekten ein immer wichtigerer Aspekt. Die DGNB hat in fast 30 Ländern bereits über 6.000 Zertifizierungen vergeben. Die neue internationale Version ihrer Neubauzertifizierung sieht die DGNB im Vergleich zu anderen Labels als die „ambitionierteste, differenzierteste und zukunftsorientierteste“. Bei der Anwendung im Ausland berücksichtigt das System spezifische lokale Anforderungen, zum Beispiel die regulatorischen, klimatischen und kulturellen Gegebenheiten.
Das DGNB System macht Circular-Economy-Lösungen auf Gebäudeebene bewertbar und messbar und setzt somit Anreize für die Planung und Umsetzung von klimapositiven Gebäuden. Weitere wichtige Nachhaltigkeitsanforderungen, wie die Ökobilanzierung, die Lebenszykluskostenrechnung und die verpflichtende Messung der Innenraumluftqualität, sind ebenfalls erfasst und umfassend praxiserprobt. Die Qualität von Bauprodukten, etwa die Vermeidung von Schad- und Risikostoffen, ist auch in den Kriterien verankert. In Verbindung mit der Auszeichnung „DGNB Diamant“ werden im DGNB System zudem Aspekte einer gestalterischen und baukulturellen Qualität berücksichtigt.