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01.04.2019

Modernisierung der Ausbildungsberufe geplant

Die deutsche Bauwirtschaft will die Ausbildung in ihren 19 Kernberufen modernisieren. Dabei sollen vor allem die Technologieorientierung der Branche und die zunehmende Digitalisierung der Prozesse stärker berücksichtigt werden. Dies soll dazu beitragen, den aktuellen und zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern. Dies sei eine der zentralen Herausforderungen für die Branche, teilt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) mit. „Wir müssen alle vorhandenen Potenziale im In- und Ausland nutzen und junge Menschen stärker für eine Tätigkeit in der Bauindustrie begeistern“, erklärte HDB-Hauptgeschäftsführer Dieter Babiel.
Denn aufgrund der hohen Auftragslage könne der Fachkräftebedarf nicht allein aus dem Inland gedeckt werden. Nach Meinung des HDB müssten bessere Möglichkeiten geschaffen werden, um ausländische Fachkräfte oder auch Auszubildende aus Drittstaaten für die Bauwirtschaft zu gewinnen. „Das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz stellt hier die richtigen Weichen. Es besteht jedoch noch Verbesserungsbedarf im Hinblick auf die derzeit vorgesehenen sehr hohen Anforderungen an Qualifikation und Sprache, die kaum zu bewältigen sind. Hier sollten die Möglichkeiten einer Nachqualifizierung im Inland stärker berücksichtigt werden“, regte Babiel an.
Um Nachwuchs für die Baubranche zu gewinnen, hat die Bauindustrie zwei bundesweite Informationskampagnen gestartet. Unter den Titeln „Bau Dein Ding“ (www.bau-dein-ding.de) bzw. „Schaffen was bleibt“ (www.schaffen-was-bleibt.de) werden Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Baubranche gezeigt.