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18.09.2019

IW-Studie: Deutschland muss mehr bauen

In einer aktuellen Studie weist das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln auf den enorm hohen Wohnungsbaubedarf hin. Demnach müssen in Deutschland bis 2020 pro Jahr 341.700 neue Wohnungen entstehen. Dramatisch ist die Lage insbesondere in den Großstädten. Laut der IW-Studie wurden zwischen 2016 bis 2018 in den sieben größten deutschen Städten im Durchschnitt gerade einmal 71 Prozent der benötigten Wohnungen fertiggestellt. Dabei erreichten Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt am Main Quoten von über 78 Prozent, während die Süd-Metropolen Stuttgart und München nur auf 56 und 67 Prozent kamen. Die Folge der Knappheit sind rasant steigende Mieten und Immobilienpreise. „Der Bau von Wohnungen ist das beste Mittel gegen steigende Mieten“, betont Studienautor und Immobilienexperte Ralph Henger.
Die Studie offenbart indes erhebliche regionale Unterschiede. So müssten zum Beispiel in Berlin bis 2030 jährlich rund 21.000 neue Wohnungen errichtet werden – aktuell seien es nicht einmal 17.000. Ein völlig unterschiedliches Bild bietet sich in vielen ländlichen Regionen: In 69 der 401 kreisfreien Städte und Landkreise seien in den vergangenen zwei Jahren über 50 Prozent mehr Wohnungen gebaut worden als tatsächlich benötigt. In solchen Gegenden sei dann nicht Knappheit das Problem, sondern Leerstand.