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25.06.2021

Hohe Zustimmung zur Energiewende, aber Corona bremst Investitionsbereitschaft

Der Klimaschutz genießt in den allermeisten Haushalten in Deutschland einen hohen Stellenwert. Bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen im privaten Bereich bestehen allerdings Sorgen bezüglich der finanziellen Umsetzbarkeit. Dies zeigt eine Vorabauswertung des KfW-Energiewendebarometers, einer im Dezember 2020 bis Januar 2021 durchgeführten, haushaltsrepräsentativen Befragung. Demnach liegt die Zustimmung der Privathaushalte zur Energiewende bei hohen 90 Prozent und damit sogar leicht über dem Vorjahresniveau.
Im Zuge der finanziellen Einschränkungen, die die Corona-Krise für viele Bürger mit sich gebracht hat, sei jedoch zu befürchten, dass die tatsächliche Investitionsbereitschaft der Haushalte weniger ausgeprägt sein könnte. So sei die Bereitschaft der befragten Haushalte, persönliche Einschnitte hinzunehmen, um die Energiewende voranzutreiben 2020 im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt etwas gesunken (von 6,5 auf 6,1 auf einer Skala von 1-10). Daher könnten Investitionen in Energiewendetechnologien unterlassen oder verzögert werden, zumal die Folgen der Pandemie vor allem die Haushalte mit geringeren Einkommen träfen, geben die KfW-Experten zu bedenken.
„Die Energiewende duldet allerdings keinen Aufschub und die Politik ist daher aufgefordert, durch Rahmensetzungen und Förderung Anreize zu bieten, die auch diesen Haushalten Investitionen in klimaneutrale Technologien ermöglichen“, fordert Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW.