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06.11.2020

Heizspiegel 2020: Heizkosten steigen – großes Potenzial in energetischer Sanierung

Die Heizkosten für eine erdgasbeheizte 70-Quadratmeter-Wohnung lagen im Abrechnungsjahr 2019 durchschnittlich bei 720 Euro. Dies bedeutet eine Zunahme von 20 Euro oder 2,9 Prozent. Dies zeigt der aktuelle Heizspiegel für Deutschland 2020, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online veröffentlicht hat. Gründe für den Anstieg lägen vor allem im kühlen Wetter und den mäßig gestiegenen Erdgaspreisen (+3,4 Prozent). Der Analyse liegen mehr als 147.000 Datensätze aus zentral beheizten Wohngebäuden in ganz Deutschland zugrunde.
Verteuert hat sich auch das Heizen mit Öl, Fernwärme und Wärmepumpe. So stiegen die Heizkosten für eine durchschnittliche 70-Quadratmeter-Wohnung bei Heizöl um ein Prozent auf 855 Euro, bei Fernwärme um 3,5 Prozent auf 890 Euro und bei einer Wärmepumpe um 7,3 Prozent auf 735 Euro. Mit Holzpellets kostete das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung im Schnitt 590 Euro.
co2online empfiehlt den Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Denn ab 2021 sparten Eigentümer, die auf nicht fossile Energieträger umsteigen, den CO2-Preis. Zudem fördere der Staat bis zu 45 Prozent der Kosten für den Umstieg. Auch eine energetische Sanierung lohnt sich, so die Experten von co2online: Bewohner einer durchschnittlichen Wohnung in sanierten Gebäuden zahlen bis zu 545 Euro weniger fürs Heizen als in unsanierten. „Die energetische Gebäudesanierung und Optimierungen im Bestand sind der schlummernde Riese fürs Energiesparen und für den Klimaschutz“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online.