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06.11.2019

Heizen ist in energetisch sanierten Häusern nur halb so teuer

Dass energetische Sanierungen zur Senkung der Heizkosten beitragen, ist bekannt. Wie hoch die Einsparungen sind, macht nun der Heizspiegel für Deutschland 2019 noch einmal eindrucksvoll deutlich. Das Zahlenwerk hat die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund sowie dem Verband kommunaler Unternehmen veröffentlicht.
Demnach betrugen die durchschnittlichen Heizkosten in einer 70 Quadratmeter großen Vergleichswohnung im vergangenen Jahr 700 Euro. Dabei gab es aber erhebliche Unterschiede aufgrund des Sanierungsstandes. So zahlten Bewohner in energetisch guten Häusern im Schnitt 470 Euro für das Heizen. Mehr als doppelt so viel, nämlich 980 Euro, war es hingegen bei Häusern in energetisch schlechtem Zustand.
„Wenn es um Heizkosten geht, schauen viele nur auf die Entwicklung der Energiepreise und auf das Wetter. Dabei ist der Sanierungsstand eines Hauses der entscheidende Faktor für Heizkosten und den Klimaschutz“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Auch die CO2-Emissionen lägen in sanierten Gebäuden weitaus niedriger. Nach Angaben von co2online entstehen in einem energetisch sanierten Mehrfamilienhaus mit Erdgas-Zentralheizung in einer 70-Quadratmeter-Wohnung pro Jahr etwa 1,5 Tonnen klimaschädliches CO2 durchs Heizen. Eine vergleichbare Wohnung in einem energetisch schlechteren Gebäude komme im Schnitt auf 3,8 Tonnen.
co2online weist darauf hin, dass Verbraucher zum Beispiel auf dem Internetportal www.heizspiegel.de kostenlos und einfach prüfen können, wo sie mit ihren Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen.