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21.08.2019

Handwerk fordert mittelstandsgerechten Klimaschutz

Angesichts der aktuellen Diskussion um Klimaschutz und CO2-Bepreisung fordert das Handwerk ein Gesamtkonzept, das ökonomischen, ökologischen und sozialpolitischen Erfordernissen gerecht wird. „Die Klimaschutzziele können nur erreicht werden, wenn die zur Diskussion stehenden Instrumente – Zertifikatehandel, CO2-Steuer oder CO2-Abgabe – mit Bedacht gewählt oder klug kombiniert werden“, erklärt der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer.
„Das Handwerk ist der Umsetzer der Energiewende“, so Wollseifer weiter. Zusätzliche Belastungen für die klein- und mittelständisch geprägten Handwerksunternehmen seien daher unbedingt zu vermeiden. Der ZDH-Präsident betont, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von einer CO2-Bepreisung nicht stärker betroffen sein dürften als Großunternehmen. Wichtig sei zudem eine Entbürokratisierung des bestehenden Besteuerungs- und Umlagensystems im Energie- und Klimaschutzbereich.
Wollseifer sieht erhebliches Potenzial für den Klimaschutz bei der Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäudebereich. Dabei komme dem Handwerk eine entscheidende Partnerrolle zu. „Die steuerliche Sanierungsförderung ist der schnellste und wirksamste Hebel, um die Energiewende im Gebäudebereich voranzubringen und Treibhausgase einzusparen. Sie sollte vor einem CO2-Bepreisungssystem eingeführt werden“, unterstreicht Wollseifer.