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25.03.2020

DGNB Zertifizierung: Klimaneutralität für Bestandsgebäude

Mit einer neuen Version des Zertifizierungssystems für Gebäude im Betrieb bietet die Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ein Instrument, um Bestandsgebäude systematisch in die Klimaneutralität zu führen. Eigentümer, Betreiber und Nutzer von Gebäuden könnten damit eine zukunftsfähige, auf Klimaschutz ausgelegte Immobilienstrategie für ihre Bestandsbauten entwickeln. Als Managementwerkzeug hilft es objektspezifisch bei der Identifikation von sinnvollen Optimierungsmaßnahmen, der Umsetzung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und dem aktiven Risikomanagement. Angewendet werden kann die Zertifizierung für ganze Portfolios, aber auch für einzelne Gebäude, unabhängig vom Nutzungstyp, erklärt die DGNB. Gebäude, die bereits klimaneutral betrieben werden, erhalten zusätzlich zum DGNB Zertifikat die Auszeichnung „Klimapositiv“.
Die DGNB Betriebszertifizierung ist schlank gehalten. Zugrunde liegen nur neun Kriterien, die die relevanten Themen für einen nachhaltigen Gebäudebetrieb in den Blick nehmen. Dabei geht es um ökologische und soziokulturelle Themen, aber auch um ökonomische Aspekte und Risiken. Zudem schafft das System eine umfassende Transparenz über den aktuellen Zustand des Gebäudes und seine Betriebsprozesse.
Zentraler Bestandteil der neuen DGNB Zertifizierung ist die Erhebung und Bewertung der relevanten Gebäudekennwerte. Das aus der Analyse gewonnene Wissen über die realen Verbräuche und Qualitäten des Gebäudes bildet die Grundlage für die Ableitung konkreter Verbesserungsmaßnahmen. Definiert wird dabei auch, wie die angedachten Maßnahmen zeitlich einzuplanen sind, damit sie bestmöglich in den Betriebsablauf passen und gleichzeitig kostenoptimiert sind.
So entsteht laut DGNB ein projektindividueller Klimaschutzfahrplan für das Gebäude, mit dem der Weg in die Klimaneutralität bis spätestens 2050 beschrieben wird.