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26.06.2020

Corona-Krise trifft Gebäudesektor zeitverzögert

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) rechnet damit, dass die Corona-Krise den Gebäudesektor zeitverzögert trifft. Die Zahl der Neuaufträge sei seit Wochen stark rückläufig. Dies werde sich in wenigen Monaten bemerkbar machen. Dies zeigt der aktuelle dena-Marktmonitor „Perspektiven des Gebäudesektors in der Corona-Krise“. Darin gibt die dena einen differenzierten Einblick in die Branchen und zeigt Lösungsoptionen für nachhaltiges Wachstum.
Für eine Belebung der Nachfrage könnten das Klimaschutzprogramm 2030 und das Konjunkturpaket sorgen. Im Klimaschutzprogramm stehen gut 50 Milliarden Euro und im Konjunkturprogramm rund 40 Milliarden Euro für Energie und Klimaschutz bereit. „Viele Unternehmen sind mit vollen Auftragsbüchern in die Krise gestartet. Aber dieser Puffer schmilzt bei Bauunternehmen, Herstellern, Handwerk und Planern dahin. Wichtig sind daher Maßnahmen, die sowohl die Nachfrage als auch die Klimaschutzziele stärken. Das aktuelle Konjunkturprogramm der Bundesregierung spiegelt das in weiten Teilen wider. Es gibt durchaus Gründe für Zuversicht“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Die Nachfrage nach den Förderprogrammen sei im ersten Quartal 2020 deutlich gestiegen. Wichtig ist laut Kuhlmann nun ein monatliches engmaschiges Monitoring der Förderabrufe, um gegebenenfalls frühzeitig nachsteuern zu können.
Die dena nimmt auch die Kommunen in die Pflicht: Vorliegende Bau- und Sanierungsanträge müssten seitens der Verwaltungen zügig bearbeitet werden. Ebenso sollten die Kommunen die energetische Sanierung von Schulen, Verwaltungsgebäuden oder Krankenhäusern vorantreiben und zusätzlichen Wohnraum schaffen. Dies diene der sowohl der Konjunkturbelebung als auch dem Klimaschutz. Zudem empfiehlt die dena eine kostenfreie, vom Bund getragene Beratungsoffensive mit individuellen Sanierungsfahrplänen für private Bauherren.