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04.06.2021

Corona bleibt Unsicherheitsfaktor für Planungsbüros

Die Planungsbüros in Deutschland stemmen sich bislang im Großen und Ganzen erfolgreich gegen die Corona-Krise – doch die Pandemie bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Laut einer aktuellen Umfrage der Bundesarchitektenkammer und der Bundesingenieurkammer ist die Zahl der Planungsbüros, die negative wirtschaftliche Folgen spüren, in den vergangenen zwölf Monaten kontinuierlich zurückgegangen. Allerdings gab ein Drittel der Befragten an, unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu leiden. Ebenfalls gut 30 Prozent der Büroinhaber befürchten für die kommenden drei Monate eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. Dies betrifft insbesondere Büros mit gewerblichen und öffentlichen Auftraggebern. An der bundesweiten Online-Umfrage beteiligten sich nach Angaben der Initiatoren über 5.000 Planerinnen und Planer.
„Die aktuellen Zahlen können uns vorsichtig optimistisch stimmen, dass die Wirtschaft sich weiter erholen kann. Wir müssen jetzt die großen Aufgaben der kommenden Jahrzehnte klug angehen und aus der Krise heraus neue Impulse für mehr Wohnraum, mehr Baukultur – und mehr Klimaschutz nutzen. Denn mit der drohenden Baustoffverknappung und den damit steigenden Baupreisen sinkt die Investitionsfreudigkeit, so dass wir bereits vor der nächsten Herausforderung stehen, nämlich Planungsaufträge mittelfristig zu sichern“, erklärte die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Barbara Ettinger-Brinckmann.
Insgesamt zeigte die Umfrage, dass sich der Auftragseingang in den Ingenieur- und Architekturbüros stabilisiert hat und weniger Aufträge abgesagt oder verschoben werden. Jedoch gab es einen sprunghaften Anstieg von Büros, die über Verzögerungen in den Genehmigungsprozessen sowie Lieferverzögerungen und Materialengpässe auf der Baustelle klagen.