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18.08.2021

Corona beschleunigt Wandel im Mittelstand

Das veränderte Konsumverhalten aufgrund der Corona-Krise beschleunigt den Wandel im Mittelstand. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von KfW Research. Demnach geht etwa ein Drittel der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland davon aus, dass durch die Corona-Krise verändertes Konsumverhalten die Nachfrage nach ihren wichtigsten Produkten oder Dienstleistungen auch nach der Pandemie beeinflussen wird. Laut der KfW Analyse erwarten 17 Prozent der KMU (rund 650.000 Unternehmen) einen dauerhaften Nachfrage-Rückgang. Dies betrifft insbesondere Unternehmen aus dem Handel (20%) und dem Verarbeitenden Gewerbe (19%), während im Baugewerbe nur rund neun Prozent der Betriebe eine nachlassende Nachfrage erwarten.
Umgekehrt gehen 14 Prozent der Mittelständler davon aus, dass ihre Produkte oder Dienstleistungen nach der Krise stärker gefragt sein werden als davor. Rund vier von zehn Mittelständlern sind zuversichtlich, dass sich die Nachfrage nach ihren Produkten wieder auf dem Vorkrisenniveau einpendeln wird, ein knappes Drittel erwartet keine Veränderungen.
„Die Corona-Krise könnte als Katalysator für Veränderungen im Mittelstand in die Geschichte eingehen. Für einen Teil des Mittelstands wird das pandemiebedingt geänderte Konsumverhalten zu einem nachhaltigen Nachfrage-Rückgang führen. Anpassungen werden für die davon betroffenen Unternehmen wohl unumgänglich sein. Es gilt diesen teils schwierigen Transformationsprozess mit geeigneten Fördermaßnahmen und Qualifikationsangeboten für die Beschäftigten zu begleiten. Gelingt dies, dürfte der Mittelstand als Ganzes gestärkt aus dieser Krise hervorgehen“, resümiert die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib.