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15.01.2020

Bis zu 40.000 Euro Steuerbonus für energetische Sanierungen

Die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungs-Maßnahmen ist zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Der Verband Privater Bauherren (VPB) begrüßt diesen Schritt. „Damit kommen die Eigentümer älterer Objekte in den Genuss von Steuererleichterungen für die kommenden zehn Jahre“, erklärte VPB-Hauptgeschäftsführerin Corinna Merzyn.
Gefördert werden demnach energetische Maßnahmen, z.B. Wärmedämmung von Wänden, Geschossdecken und Decken sowie die Erneuerung bzw. Optimierung von Fenstern oder Außentüren, die Erneuerung oder der Einbau einer Lüftungsanlage, die Erneuerung der Heizungsanlage, der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung oder die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern Letztere älter als zwei Jahre sind.
Dabei hat der Gesetzgeber ein großes Zeitfenster eingebaut: Die energetischen Baumaßnahmen müssen nach dem 31. Dezember 2019 begonnen werden und vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sein. Die Eigentümer haben also zehn Jahre Zeit. „Das bringt ihnen Planungssicherheit und gibt ihnen ausreichend Gelegenheit, sich firmen- und produktneutral zu informieren, Maßnahmen passend zur Immobilie zu planen und diese sorgfältig umsetzen zu lassen. So werden Schnellschüsse vermieden und der Bestand wirklich nachhaltig saniert“, betont Merzyn. Förderungsfähig sind laut VPB sowohl Einzelmaßnahmen als auch umfassende Sanierungen, die mit Hilfe eines Sanierungsfahrplans schrittweise realisiert werden.
Absetzen können Steuerpflichtige die Kosten für eine energetische Maßnahme erstmals in dem Kalenderjahr, in dem die Sanierung abgeschlossen wird, so der Verband. Dabei werde die Einkommensteuer in diesem ersten wie auch im zweiten Kalenderjahr um je sieben Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen.