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08.04.2019

BFW: Rahmenbedingungen für Wohnungs-Neubau verschlechtert

In einer aktuellen Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) kritisieren fast 70 Prozent der befragten Immobilienunternehmen, dass sich die Rahmenbedingungen für den Neubau im vergangenen Jahr weiter verschlechtert haben. Auch deshalb werde die Zahl der neu gebauten Wohnungen nur geringfügig über 250.000 im Jahr liegen, warnte BFW-Präsident Andreas Ibel mit Blick auf die Prognose des BFW-Neubauradars. Er ist das Resultat einer Konjunkturumfrage unter den 1.600 mittelständischen Mitgliedsunternehmen, die nach Verbandsangaben rund 50 Prozent des Wohnungsneubaus in Deutschland repräsentieren.
Das Ziel der Bundesregierung von jährlich 375.000 neu gebauten Wohnungen sei nur zu erreichen, wenn die Baufertigstellungen um 50 Prozent pro Jahr gesteigert würden. Stattdessen werde der Neubau aber trotz der derzeit guten Geschäftslage gebremst. Gründe sieht der BFW vor allem im Mangel an Baugrundstücken und Fachkräften sowie in administrativen und bauordnungsrechtlichen Hindernissen. Dies gelte insbesondere für den Neubau im bezahlbaren Segment.
Den Baulandmangel nannten 95 Prozent der Befragten als größte Hürde für Investitionen in den notwendigen Neubau. Die Grundstücke würden von den Kommunen noch immer im Höchstpreisverfahren vergeben, monieren 40 Prozent der Umfrageteilnehmer. Dies treibe die Herstellungskosten und dadurch auch die späteren Mietpreise weiter in die Höhe.
Kritik gibt es auch an den steigenden administrativen Hürden bei den Kommunen. Sie werden von 75 Prozent der Befragten als größter Bremser beim Neubau wahrgenommen. 40 Prozent sehen die zeitaufwändige, bürokratische Kommunikation mit den Behörden in Verbindung mit sehr langen Planungs- und Genehmigungsverfahren als größten Kostentreiber. Bauordnungsrechtlich sind für 39 Prozent der Umfrageteilnehmer die energetischen Vorgaben, gefolgt von Brand- und Schallschutz, ein großer kostensteigernder Faktor.