1969
Heinrich Laumann übernimmt VEKAPLAST, einen Hersteller von Rollläden- und Bauprofilen aus Kunststoff. 8 Mitarbeiter waren damals im Unternehmen beschäftigt – heute sind es 3.300 weltweit, davon 1.100 am Stammsitz der Unternehmensgruppe in Sendenhorst. Geführt wird das Unternehmen nach wie vor von der Familie des Gründers Heinrich Laumann.
1970–1976
1970 beginnt VEKAPLAST, die Produktion von Fensterprofilen vorzubereiten. Das erste Fenstersystem „Basis“ ist schnell erfolgreich, auch Haustür- und Schiebetürsysteme werden in die Produktpalette aufgenommen. 1974 erwirbt VEKAPLAST in Sendenhorst ein 115.000 m2 großes Industriegelände für ein neues Extrusionswerk.
1977–1981
Die große Nachfrage führt zu einer kontinuierlichen Expansion. In 3 Bauabschnitten entsteht ein neues Werk mit 41.500 m2 Fertigungsfläche. 1981 wird die erste eigene Mischerei am Standort Sendenhorst in Betrieb genommen.
1983–1987
Internationale Expansion: 1983 werden in Spanien und den USA die ersten Tochtergesellschaften gegründet. 1984 folgt eine Tochtergesellschaft in Frankreich, die sehr schnell zur Nr. 1 im französischen Markt wird. 1986 startet VEKA UK in Großbritannien mit der Produktion, 1987 nimmt VEKA in Frankreich das neue Werk in Thonon-les-Bains in Betrieb.
1990–1992
Das Unternehmen wird in eine Kapitalgesellschaft, die VEKA GmbH, umgewandelt. 1992 erhält VEKA schließlich die Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Damit werden die strukturellen Voraussetzungen für weiteres Wachstum auf den internationalen Märkten geschaffen. Die Aktien bleiben in Besitz der Familie Laumann. Der Jahresumsatz steigt auf 552 Mio. DM.
1991–1993
Im thüringischen Behringen wird die VEKA Umwelttechnik GmbH gegründet. Hier entsteht Europas größte und modernste Recyclinganlage für Altfenster, in der Fenster, Türen, Rollläden und Profilabschnitte aus Kunststoff komplett recycelt und anschließend ohne Qualitätsverlust wieder der Profilproduktion zugeführt werden.
1994–1998
Osteuropa-Expansion: Im Sommer 1994 wird die polnische Tochtergesellschaft VEKA Polska Sp. z o.o. gegründet. 1996 folgt ein Verkaufsbüro in Moskau, das für die Bearbeitung aller ehemaligen Sowjet-Staaten zuständig ist. Die Tochtergesellschaft 000 „VEKA Rus“ wird 1998 in Moskau gegründet, wo bereits im Folgejahr die Produktion mit drei Extrusionslinien aufgenommen wird.
1994–1999
Asien-Expansion: 1994 wird mit einem chinesischen Partner in der Volksrepublik China ein Joint Venture gegründet. Es folgen Standorte in Singapur, Thailand, Malaysia und Indien. Um den indischen Wachstumsmarkt schneller und flexibler zu bedienen, werden 2008 neue Verkaufs- und Lagerräume eröffnet. Auf 25.000 m2 Regalfläche hält VEKA hier Profile und Zubehör bereit.
2000
Heinrich Laumann legt sein Vorstandsmandat nieder und wechselt an die Spitze des Aufsichtsrats. Als sein Nachfolger in der Position des Vorstandsvorsitzenden des nach wie vor familiengeführten Unternehmens wird Hubert Hecker benannt. Die Tochtergesellschaften VEKA România S.R.L. (Bukarest), VEKA México (Monterrey) und VEKA do Brasil Ltda. (Florianopolis) werden gegründet. Der Umsatz der VEKA Gruppe liegt in diesem Jahr bei 517,8 Mio. Euro und überschreitet somit erstmalig die 1 Mrd. DM-Grenze.
2007
Hubert Hecker geht in den Ruhestand, Andreas Hartleif, Vorstandsmitglied seit 1997 und Schwiegersohn des Gründers Heinrich Laumann, übernimmt den Vorstandsvorsitz. Neben ihm gehören seitdem dem Vorstand an: seine Frau Elke Hartleif (Personal), Dr. Andreas W. Hillebrand (stellv. Vorsitzender/Finanzen), Dr. Werner Schuler (Technik) und Bonifatius Eichwald (Vertrieb und Marketing).
2008
Die Anlage der VEKA Umwelttechnik wird um eine zweite Recyclingstraße erweitert. Die Jahresgesamtkapazität erhöhte sich damit um zusätzliche 20.000 Tonnen auf 50.000 Tonnen pro Jahr. Gleichzeitig wurde das Engagement auf europäischer Ebene ausgeweitet – mit der Übernahme weiterer Recycling-Standorte in Frankreich und Großbritannien.
2009
Anlässlich seines 80. Geburtstags entschließt sich Heinrich Laumann, sein letztes offizielles Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrats der VEKA AG niederzulegen. Dennoch bleibt er dem Unternehmen, dessen Aufbau und Führung an die Weltspitze sein Lebenswerk darstellt, weiterhin eng verbunden.
2010
Zum Jahresende bringt VEKA SOFTLINE 82 heraus – das erste Standardsystem mit 82 mm Bautiefe. Die neue Systemplattform ist mit rund 40 Geometrien eines der vollständigsten Profilsysteme am Markt und bietet größtmögliche Gestaltungsfreiheit für Fensterhersteller.
2011
Die englische Tochtergesellschaft VEKA plc übernimmt einen der größten Wettbewerber auf dem englischen Markt. Seitdem gehört die Firma Bowater Building Products Ltd. mit Sitz in Sutton Coldfield in der Nähe von Birmingham zur weltweiten VEKA Gruppe. Durch die Zusammenführung beider Unternehmen entsteht einer der größten Anbieter von Fenster- und Türsystemen auf dem englischen Markt.