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24.11.2017

Wohnraummangel: Immer mehr Wohnungslose in Deutschland

Die BAG Wohnungslosenhilfe (BAGW) hat auf einen dramatischen Anstieg bei der Zahl wohnungsloser Menschen aufmerksam gemacht. Demnach waren 2016 rund. 860.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung – seit 2014 sei es damit zu einem ein Anstieg um etwa 150 Prozent gekommen. Für 2017 und 2018 prognostiziert die BAGW einen weiteren Zuwachs um rund 350.000 auf dann ca. 1,2 Millionen wohnungslose Menschen. In die Schätzung ist die Zahl der wohnungslosen anerkannten Flüchtlinge eingerechnet.
Der Verband weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass das Angebot an bezahlbarem Wohnraum unzureichend sei. Der Sozialwohnungsbestand schrumpfe ständig. Seit 1990 sei der Bestand an Sozialwohnungen um rund 60 Prozent gesunken. 2016 habe es noch etwa 1,2 Millionen Sozialwohnungen gegeben. Die BAGW rechnet damit, dass bis 2020 weitere 170.000 aus der Bindung fallen. Darüber hinaus fehlten mindestens elf Millionen Kleinwohnungen. Die BAGW fordert daher einen Wohnungsgipfel und einen nationalen Aktionsplan zur Überwindung der Wohnungsnot.
Der Deutsche Mieterbund sprach von einem „Weckruf für die Politik“. Wohnungsmangel und ständig steigende Mieten seien ursächliche Faktoren für Wohnungslosigkeit und Wohnungsarmut. Der Mieterbund fordert deshalb den jährlichen Neubau von 400.000 Wohnungen, davon mindestens 200.000 Mietwohnungen und davon wiederum mindestens 80.000 Sozialwohnungen.