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25.10.2017

Verbändebündnis fordert steuerliche Förderung für energetische Sanierung

Ein Bündnis von führenden Verbänden und Organisationen hat sich mit einem Appell für eine technologieoffene steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung an die Politik gewandt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew), die Deutsche Energie-Agentur (dena), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) haben ein entsprechendes Positionspapier unterzeichnet. Darin fordern sie, Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur CO2-Einsaprung steuerlich abzugsfähig zu machen. Ein solches Steuermodell solle es u.a. ermöglichen, dass 30 Prozent der Sanierungskosten über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuerzahlung abgezogen werden. Ziel der neu zu bildenden Bundesregierung müsse es sein, eine Modernisierungsoffensive bei selbstgenutzten Ein- und Zwei-Familienhäusern und Wohnungen auszulösen.
Um Deutschlands ambitionierte Klimaziele zu erreichen, müsse der Stillstand bei der energetischen Gebäudesanierung überwunden und das Sanierungstempo nachhaltig gesteigert werden, mahnt das Bündnis. Denn auf den Gebäudesektor in Deutschland entfielen immer noch über 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs und über 30 Prozent des CO2-Ausstoßes. Ein Großteil der rund 16 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser weise erheblichen Sanierungsbedarf auf. Trotzdem stagniere die Sanierungsquote seit Jahren bei unter ein Prozent.