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02.05.2018

Umfrage: Sparbereitschaft zur Bildung von Wohneigentum sinkt

Angesichts steigender Immobilienpreise sinkt in der deutschen Bevölkerung offenbar die Bereitschaft, für Wohneigentum zu sparen. Stattdessen stecken viele Bürger ihr Geld lieber in den Konsum. Dies zeigt eine Umfrage von Kantar TNS im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen.
Demnach geben nur noch 37 Prozent der 2.000 Befragten an, für Wohneigentum zu sparen. Das sind vier Prozent weniger als bei der letzten Umfrage im Herbst 2017. Damit sei ein Tiefstand in der mittlerweile über 20-jährigen Umfragereihe erreicht. In der aktuellen Umfrage legte das Sparmotiv „Konsum/Langfristige Anschaffungen“ um neun Prozentpunkte zu und verdrängte mit nun 60 Prozent das Sparmotiv „Altersvorsorge“ auf Platz Zwei des Rankings.
Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder, bezeichnete die rückläufige Sparbereitschaft in Sachen Wohneigentum als besorgniserregend. Ausreichend bezahlbarer Wohnraum sei eines der drängendsten sozialen Probleme. „Um das zu lösen, brauchen wir auch mehr Eigenheime, weil dadurch zugleich kleinere und preiswertere Wohnungen im Bestand frei werden“, so Zehnder. Um die Bildung von Eigenkapital für angehende Häuslebauer zu erleichtern, fordert der Verband der Privaten Bausparkassen die große Koalition auf, die verabredete Förderung der langfristigen Sparinitiative jetzt gemeinsam mit dem Baukindergeld auf den Weg zu bringen.