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30.04.2018

Studie: 215.000 neue Arbeitsplätze durch energetische Sanierung

Auch im Hinblick auf den Arbeitsmarkt steckt in der energetischen Gebäudesanierung enormes Potenzial. Dies zeigt eine Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz e.V. München (FIW) im Auftrag des BuVEG Bundesverbandes energieeffiziente Gebäudehülle. Demnach können im Bauhandwerk rund 215.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, wenn das erklärte Ziel der Bundesregierung umgesetzt wird, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu schaffen.
Dazu ist nach Einschätzung des BuVEG eine Verdopplung der aktuellen Sanierungsquote auf etwa 1,6 Prozent pro Jahr erforderlich. In diesem Fall könnten rund 215.000 Arbeitsplätze im Bereich der energetischen Sanierung und weitere 67.000 im Neubau energiesparsamer Gebäude entstehen. Insgesamt seien damit sogar über 280.000 neue Arbeitsplätze möglich.
„Mit der Umsetzung der energetischen Sanierung hat Deutschland langfristig ein großes, zukunftssicheres Beschäftigungsreservoir in der Bauwirtschaft. Dieses Potenzial durch eine inkonsequente Politik brach liegen zu lassen, wäre ein arbeitsmarktpolitischer und volkswirtschaftlicher Fehler“, betont BuVEG-Geschäftsführer Jan Peter Hinrichs. Seit Jahren aber vernachlässige die Bundesregierung die Förderung der energetischen Sanierung, kritisiert der Verband. Er fordert zügige Maßnahmen, insbesondere eine Verbesserung der steuerlichen Förderung und eine Vereinfachung der Fördermaßnahmen.