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22.09.2017

Serielles Bauen und Architekturqualität vereinen

Der mit Spannung erwartete europaweite Wettbewerb um den Abschluss einer Rahmenvereinbarung für serielles Bauen kann nun in die finale Phase gehen. Nachdem sich über 40 Bieter und Bietergemeinschaften beworben hatten, hat der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW als Vergabestelle die gemäß Ausschreibung bestplatzierten Teilnahmeanträge ausgewählt. Die ausgewählten Teilnehmer können nun ihre konkreten Angebote für seriellen und modularen Wohnungsbau einreichen. Initiiert wurde das europaweite Ausschreibungsverfahren vom Bundesbauministerium (BMUB) und dem Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer und der Bauindustrie. Ziel des Wettbewerbs ist es, im Frühjahr 2018 eine Rahmenvereinbarung über den Neubau von mehrgeschossigen Wohngebäuden in serieller und modularer Bauweise mit insgesamt fünf bis zehn Bietergemeinschaften aus Planung und Ausführung abzuschließen.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks zeigte sich in einer Stellungnahme „überzeugt, dass wir mit serieller und modularer Bauweise einen weiteren Beitrag leisten können, um die Baukosten zu verringern und mehr bezahlbare Wohnungen zu schaffen“. Die Ministerin hofft auf architektonisch und städtebaulich hochwertige Lösungen.

„Die neuen seriellen Konzepte sind ein wichtiger Baustein für mehr bezahlbares Wohnen in Deutschland. Insgesamt brauchen wir bis 2020 jährlich 80.000 neue Sozialwohnungen und zusätzlich 60.000 Einheiten im bezahlbaren Wohnungssegment“, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko.

Als Präsidentin der Bundesarchitektenkammer erwartet Barbara Ettinger-Brinckmann von dem Wettbewerb einen Beitrag zur Sicherung der Architekturqualität. „Dadurch wird die oft monotone und als hässlich empfundene Gestaltung früherer serieller Bauten sicher vermieden. Die Bauten, die auf den Ergebnissen dieses Verfahrens fußen werden, müssen mit großer Qualität einen Beitrag zur Baukultur und damit zur Nachhaltigkeit leisten.“