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08.09.2017

Niedrige Zinsen: Wohneigentum so erschwinglich wie seit 25 Jahren nicht

Trotz gestiegener Kaufpreise ist der Erwerb von Wohneigentum heute so erschwinglich wie noch nie in den vergangenen 25 Jahren. Dies zeigt eine Studie des Forschungsinstituts Empirica im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Dies liege in erster Linie an den niedrigen Zinsen, die die höheren Kaufpreise kompensiert hätten. Die Aufwände für Zins und Tilgung hätten sich zwischen 1991 und 2015 mehr als halbiert. 1991 lag der jährliche Zins- und Tilgungsaufwand noch bei rund zehn Prozent der Darlehenssumme, so die Experten von Schwäbisch Hall. Inzwischen habe er sich mehr als halbiert und betrage etwa 4,5 Prozent. Für die Studie hat das Institut Empirica die Miet- und Kaufpreise sowie das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen in 30 repräsentativ ausgewählten Städten seit dem Jahr 1991 betrachtet.
Wie aus der Studie ersichtlich wird, ist die Kreditbelastung in allen betrachteten Städten zwischen 1991 und 2015 deutlich gesunken, und zwar bei Eigentumswohnungen im Bundesdurchschnitt um 62 Prozent. Selbst in einer Stadt wie München, wo der Kaufpreis für eine Eigentumswohnung im Untersuchungszeitraum um 86 Prozent stieg, sei die Kreditbelastung um knapp 50 Prozent zurückgegangen. Bei Eigenheimen sank die Kreditbelastung im Bundesdurchschnitt um knapp 60 Prozent.