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29.11.2017

LBS: NRW baut pro Jahr 25.000 Wohnungen zu wenig

Nach Einschätzung der Landesbausparkassen werden in Nordrhein-Westfalen derzeit pro Jahr 25.000 Wohnungen zu wenig gebaut. Der Bau von Etagenwohnungen zum Beispiel habe sich zwar seit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mit nur 15.000 Fertigstellungen auf 33.000 bis Ende 2017 erholt. Dies reiche jedoch bei weitem nicht aus, so die LBS-Experten, zumal der Eigenheimbau bei rund 17.000 Wohnungen weiter stagniere. LBS-Vorstandsvorsitzender Jörg Münning forderte im Rahmen der Vorstellung der Studie „Wohnwünsche 2017“ mehr Engagement im Eigenheim- und Mietwohnungsbau.
Für die Studie „Wohnwünsche 2017“ wurden die Bürger im bevölkerungsreichsten Bundesland repräsentativ befragt, wie sie in Zukunft wohnen möchten. Dabei lehnen die Befragten vor allem Hochhäuser ab. Gesucht würden laut LBS vor allem Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen in Gebäuden mit maximal zwölf Einheiten. Mieter wünschten sich sogar nur maximal sechs Parteien im Haus. Auch der Eigenheimbau bleibe ein wichtiger Faktor: Nach der Studie wollen ein Viertel der Mieter als Nächstes in ein Ein-/Zweifamilien- oder Reihenhaus einziehen. Von den Eigentümern bevorzugen sogar drei Viertel das Eigenheim.
Hohe Preise und mangelndes Angebot haben den Run auf die Innenstädte deutlich gebremst. Nur noch knapp 20 Prozent der NRW-Bürger zieht es in die City. 16 Prozent leben lieber auf dem Land. Ruhige Stadtteillagen finden mit 40 Prozent derzeit am meisten Zuspruch. Als Standortfaktoren spielen „Sicherheit“, „Ruhe“ und „Gute Nachbarschaft“ sowie mehr und mehr auch schnelle Internetanbindung eine große Rolle.