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04.09.2017

Immobilienvermarktung: Energetischer Zustand eher nachrangig

Beim Immobilienverkauf spielt der energetische Zustand des Hauses möglicherweise eine geringere Rolle als vermutet. Diese Folgerung jedenfalls erlaubt der aktuelle Marktmonitor Immobilien 2017 (MMI) der Immowelt Group. Demnach erzielten nur noch 43 Prozent der befragten Immobilienprofis für energetisch sanierte Objekte einen höheren Kaufpreis als für unsanierte. Im Vorjahr lag diese Quote noch bei 46 Prozent, im Jahr 2010 waren es sogar 60 Prozent.
Daher rät mittlerweile fast ein Drittel der Makler den Kunden davon ab, ihre Immobilie vor dem Verkauf zu sanieren, teilt Immowelt mit. 2010 hatten nur zwölf Prozent eine solche Empfehlung ausgesprochen. Wenn Sanierungen empfohlen werden, sind es in erster Linie die Dachdämmung (57 Prozent), der Einbau einer Brennwertheizung (40 Prozent) oder einer Wärmeschutzverglasung (39 Prozent). Die Immowelt-Experten führen diese Entwicklung unter anderem auf die hohe Nachfrage nach Kaufimmobilien und das geringe Angebot in vielen Städten und Regionen zurück. Vor diesem Hintergrund seien Käufer eher bereit, bei der Energieeffizienz Abstriche zu machen.
Auf dem Markt für Mietimmobilien zeigt sich laut Immowelt ein ähnliches Bild: Hier sind 44 Prozent der befragten Makler der Ansicht, der energetische Zustand habe kaum oder keine Auswirkungen auf die Vermarktung.