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13.11.2017

Heizspiegel für Deutschland: Heizkosten hängen stark vom energetischen Zustand ab

Die durchschnittlichen Heizkosten in Deutschland lagen im Jahr 2016 bei rund 800 Euro. Der Wert bezieht sich auf eine durchschnittlich 70 Quadratmeter große Vergleichswohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung. Die Heizkosten-Spanne war von 550 Euro oder 1.200 Euro allerdings enorm weit gespreizt. Die Ursache liegt vor allem im energetischen Zustand des jeweiligen Gebäudes. Dies ist ein Befund des neuen Heizspiegels für Deutschland 2017, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund veröffentlicht hat. In Wohnungen mit Heizölheizung betrugen die Heizkosten 2017 etwa 650 Euro, bei Fernwärme waren es rund 950 Euro.
Bei den Heizkosten gelte es nicht nur, die Entwicklung der Energiepreise im Blick zu haben, sondern auch den Sanierungsstand eines Hauses. Der energetische Zustand sei „der meistunterschätzte Faktor für Heizkosten“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Dementsprechend seien auch die CO2-Emissionen in besser sanierten Gebäuden deutlich geringer.
Der Heizenergieverbrauch ist im letzten Jahr leicht angestiegen. Doch aufgrund der niedrigen Energiepreise sind die Heizkosten in Deutschland unter dem Strich noch einmal gesunken. Die Ersparnis für die Vergleichswohnung lag im Abrechnungsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr im Schnitt bei 25 Euro (Erdgas), 90 Euro (Heizöl) oder 35 Euro (Fernwärme). Mieterbund und co2online rechnen für 2017 jedoch wieder mit anziehenden Preisen, insbesondere bei Heizöl.

Verbraucher können den Heizspiegel-Flyer mit neuen Vergleichswerten kostenlos auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de herunterladen.