VEKA AG
Branchennews Branchennews allgemein
14.04.2017

Gute Ausbildungszahlen im Handwerk

Wie das Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mitteilt, wurden in den Betrieben des Handwerks im Jahr 2016 knapp 142.000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Gegen den Gesamttrend seien die Neuvertragszahlen damit im zweiten Jahr in Folge leicht gestiegen, sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. „Für junge Menschen ist die berufliche Aus- und Weiterbildung im Handwerk eine hervorragende Berufs- und Karrierechance. Das Handwerk als traditionell ausbildungsstarker Wirtschaftsbereich trägt maßgeblich zur Fachkräfte- und Wohlstandssicherung in Deutschland bei“, betonte er. Wollseifer lobte das System der dualen Berufsausbildung, das aufgrund der im internationalen Vergleich niedrigen Jugendarbeitslosigkeit weiterhin auf ein starkes Interesse im europäischen und außereuropäischen Ausland stoße.
Der Wermutstropfen in der Bilanz: Im Handwerk seien im vergangenen Jahr rund 14.000 Ausbildungsstellen unbesetzt geblieben. Gerade für kleinere Betriebe sei es zunehmend schwieriger, Nachwuchs zu finden. Damit liegt der Anteil der unbesetzten Ausbildungsstellen am gesamten betrieblichen Angebot im Handwerk mit 9,4 Prozent deutlich über dem Wert in der Gesamtwirtschaft (8,0%).
Die Integration junger Flüchtlinge in den Ausbildungsmarkt betrachtet der ZDH-Präsident als zentrale Herausforderung und sieht das Handwerk hier gut aufgestellt. So befanden sich 2016 bereits knapp 4.600 junge Menschen aus den acht häufigsten Asylzugangsländen (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) in Ausbildung. Hinzu kämen mehrere Tausend junge Menschen mit Bleibeperspektive, die über Praktika, Berufsorientierungsmaßnahmen oder in Ausbildungsvorbereitungskursen an den Arbeitsmarkt herangeführt würden.