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29.01.2018

Erste Energieausweise werden dieses Jahr ungültig

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) weist darauf hin, dass die ersten Energieausweise für ältere Wohngebäude Mitte 2018 ungültig werden. Sie waren ab Juli 2008 für Häuser mit einem Baujahr vor 1966 ausgestellt worden, und zwar mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Betroffene Hauseigentümer, die ihre Immobile in naher Zukunft verkaufen, vermieten oder verpachten wollen, müssen dafür einen aktuellen Energieausweis vorlegen. Zur Erstellung des Dokuments können Interessenten einen qualifizierten Energieberater aus der Energieeffizienz-Expertenliste hinzuziehen (www.energie-effizienz-experten.de), empfiehlt die dena.
Bei der Art des Energieausweises können Hausbesitzer zwischen einem Bedarfsausweis und einem Verbrauchsausweis wählen. Ausnahme: Ein Bedarfsausweis ist verpflichtend für Bestandsgebäude mit bis zu vier Wohnungen und einem Bauantrag vor dem 1. November 1977, wenn sie nicht energetisch saniert wurden.
Die dena rät in jedem Fall zum Bedarfsausweis. Nur der sei wirklich aussagekräftig. Denn der Verbrauchsausweis lege lediglich die Verbrauchswerte der vergangenen drei Jahre zugrunde, die stark vom Verhalten der Bewohner abhängen. Für den Bedarfsausweis hingegen berechnet ein Energieberater anhand einer technischen Analyse aller Gebäudedaten den Energiebedarf und dokumentiert den energetischen Zustand des Gebäudes – unabhängig vom Nutzerverhalten. In diese Betrachtung fließen auch die Qualität der Gebäudehülle – wie Fenster, Decken und Außenwände – sowie der Heizungsanlage und des Energieträgers ein. So ergibt sich ein deutlich präziseres Bild über den energetischen Zustand des Hauses und über mögliche Sanierungsmaßnahmen, mit denen sich der Zustand verbessern oder optimieren lässt.